Luftschiff


Michael Hutter: Die Hexenwippe oder -waage (Öl auf Leinwand, 100 x 200 cm)

Ein bunter Mittsommernachtsabend über das, was man so für die richtige Seite hält – und darüber, wie man sie sie wechselt

Über FlipFlop!

  1. Ein Flipflop (en: flip-flop), auch bistabile Kippstufe oder bistabiles Kippglied genannt, ist eine elektronische Schaltung, die zwei stabile Zustände einnehmen und diese speichern kann.
  2. Als Flipflop bezeichnet man in der Zellbiologie den „Seitenwechsel“ eines Lipidmoleküls in einer Zellmembran.
  1. FlipFlop ist ein bunter Abend mit Schauspiel, Musik und Knetmännchen in Verhörsituationen.

Raum & Zeit

Raum: Wicleff, Lenaustr. 1, 50825 Köln
Zeit: 20. Juni 2007 (Mittsommernacht), 21 Uhr


Knetmännchen in Verhörsituationen:
Dramolettvitrine von Uli Winters

Über die Beteiligten

Die, die sich FlipFlop! ausgedacht haben, wurden ursprünglich für die geplante Theaterproduktion von Klaus Fehling zusammengeführt. Der Schauspieler Klaus Maria Zehe sollte die Rolle des Volker G. spielen.

In seinem Monolog berichtet Volker G., wie er als V-Mann in der linksradikalen Szene Informationen für den Verfassungsschutz gesammelt hat – bis durch einen Mord die richtige Seite – auf der er stets zu stehen glaubte – plötzlich zur falschen wurde und der V-Mann „abgeschaltet“ werden musste.

Die Schauspielerin und Regisseurin Heidrun Grote sollte die Regie übernehmen. Der Hamburger Künstler und Bühnenbildner Uli Winters sollte ein Bühnenbild mit schaman-O-matischen Gimmicks entwickeln. Es kam, wie es nun einmal in der freien Theaterszene einer Stadt wie dieser kommen kann: Der Antrag auf Produktionsförderung wurde abgelehnt – und ein weiteres Mal ganz ohne Geld wollten und konnten wir eine Produktion in der angestrebten Qualität nicht realisieren. Was bleibt, ist der Wille der beteiligten Künstler, zusammen etwas zum Thema des „Weinhaus Wolf“ zu machen: Die richtige Seite kann ganz schnell zur Falschen werden – bei Terroristen genauso wie bei Ministerpräsidenten genauso wie bei Theatermachern usw… So entstand die Idee zu FlipFlop! – einer bunten Revue aus der schwarz-weißen Welt der vermeintlich richtigen Seite.

Es lesen, spielen, singen, inszenieren und stellen aus:

Klaus Fehling

lebt und arbeitet als Schriftsteller, Journalist und Dramaturg in Köln. Er schreibt über und für das Theater, sowie Bücher, Artikel und Essays über unterschiedlichste Themen. Als Gitarrist und Sänger war er Mitglied der Bands Die Blonden Burschen und Wombateisa. Musikalisch macht er derzeit ein Praktikum. Klaus Fehling war in den 1980ern begeisterter Ostermarschierer und Friedensdemonstrierer.

[Mehr über Klaus Fehling]

Heidrun Grote

Schauspielerin, Sprecherin und Regisseurin. Sportstudium an der Sporthochschule Köln; Schauspielunterricht u.a. bei Walter Lott, David Zinder, Christoph Hilger. Seit 1993 Ensemblemitglied bei c.t.201 – Freies Theater Köln e.V. Schauspiel in preisgekrönten Inszenierungen: „Iphigenie auf Tauris“ (Kölner Theaterpreis 1995) und „Die Vier Sinfonien des Johannes Brahms“ (Kölner Theaterpreis 2002). Weitere Rollen in Produktionen anderer Kölner Theater; Engagements in Hildesheim, Ulm und Augsburg. Seit einigen Jahren entwickelt sie Lesungen (u.a. ein Projekt über Bettine von Arnim, Claire Goll und Else Lasker-Schüler). Im Sommer 2005 spielte sie das Solo „Inzest“ (nominiert zu Theaterzwang 2006), im Sommer 2006 „Sigrids Risiken“ von Klaus Fehling.

[Mehr über Heidrun Grote]

Uli Winters

lebt in Hamburg. Seine mechanischen und elektronischen Kunstwerke („Schamanomatics“) waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Frankreich, Schweden, Norwegen, Irland und den USA zu sehen. Für die Projekte „Byte“ (1998) und „Hamster“ (1999) erhielt er Auszeichnungen des Festivals „Ars Electronica“ in Linz (Österreich). Seit 2005 tritt er regelmäßig mit dem Schriftsteller Michael Lentz auf, bei dessen Lesungen er u.a. mit ferngesteuerten Knetmännchen und anderen technischen Performance-Elementen mitwirkt. Seit Oktober 2006 ist Uli Winters Gastprofessor für Neue Medien am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Als Bühnenbildner arbeitete er zuletzt für das Schauspiel Frankfurt.

[Mehr über Uli Winters]

Klaus Maria Zehe

lebt in Köln zusammen mit Frau und zwei Söhnen (geb. 2003 und 2006), nachdem er Studium, v.a. der Germanistik, diverse Berufsanfänge sowie Schauspielunterricht und zahlreiche Theaterproduktionen mit Teilnahme an Festivals im In- und Ausland hinter sich gebracht hat; ist neben André Erlen und Stefan H. Kraft Gründungsmitglied der Kölner Theaterformation Futur3 und seit dem Start 2004 mit der citybeats-Reihe an allen Produktionen von Futur3 beteiligt, zuletzt 2006 bei Der Duft, das Geld und die Stadt; arbeitet als Lehrer, freier Schauspieler, Theaterpädagoge und hier und dort als Praktikant neben Wolfgang ‚James‘ DIN und High D.G. Klaus Maria Zehe kann eine beträchtliche Messdienerkarriere vorweisen, konvertierte aber weder zum Protestantismus noch ins Zölibat, sondern blieb Rheinländer diesseits des Altarraumes.

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Die Promovierten Praktikanten

Mr. Toe und Wolfgang ‚James‘ DIN machen Musik und singen Lieder. Mit großartiger Unterstützung durch High D.G.

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Video

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