Luftschiff

Sunga Weineck gibt den frustrierten Riesenaffen – und er gibt ihn gut. Kong ist nicht länger der King am Broadway. Kaum noch jemand kommt, um ihn zu sehen, sein Schauwert ist aufgebraucht. Weineck trifft die Zwischentöne und spielt den einst stolzen Primaten als melancholischen Trinker und müden Heimatlosen, fremd an einem für ihn fremden Ort. Sein Mädchen ist weg, sein Ruhm von gestern. So gut Weineck die (einzige) Rolle bestreitet, das Stück bietet ihm nur wenige Entwicklungsmöglichkeiten. Die Geschichte spitzt sich nie wirklich zu, sondern bleibt auf einem Spannungslevel, der Monolog wiederholt sich. Dementsprechend steht der Held am Ende ohne Katharsis da.

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