Klaus Fehling

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Städtischer Verkehrsbetrieb Esslingen am Neckar
SVE-Logo
Basisinformationen
Unternehmenssitz Esslingen am Neckar

Heilbronner Str. 70, 73728 Esslingen

Webpräsenz Städtischer Verkehrsbetrieb Esslingen
Verkehrsverbund VVS
Mitarbeiter 132 (2018)
Umsatz 16,7 Millionen Euro jährlich
Linien
Obus 3
Bus 4
Anzahl Fahrzeuge
Oberleitungsbusse 10
Omnibusse 21

Der Städtische Verkehrsbetrieb Esslingen am Neckar (SVE), bis 1944 Eßlinger Städtische Straßenbahn (ESS), ist ein kommunaler Eigenbetrieb der Stadt Esslingen am Neckar. Der Verkehrsbetrieb betreibt den Oberleitungsbus Esslingen mit den Linien 101, 113 und 118 sowie die vier Omnibus-Linien 102, 103, 105 und 111. Neben dem Esslinger Stadtgebiet werden dabei auch die Stuttgarter Stadtbezirke Hedelfingen und Obertürkheim bedient. An der Spitze des SVE stehen ein technischer und ein kaufmännischer Werkleiter Die Werkleitung wiederum ist dem Dezernat III der Stadtverwaltung Esslingen zugeordnet, seit 2015 in Person von Finanzbürgermeister Ingo Rust.

Geschichte

Die Gesellschaft Eßlinger Städtische Straßenbahn wurde anlässlich der am 24. Mai 1912 erfolgten Eröffnung der Straßenbahn Esslingen am Neckar gegründet. Mit der praktischen Durchführung des Fahrbetriebs wurden jedoch die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) beauftragt. Die 1944 erfolgte Umstellung auf Oberleitungsbus führte zwar zur Änderung des Gesellschaftsnamens, änderte aber nichts an dieser Situation. Grundlage für den Betrieb durch die SSB war ein gemeinsamer Gesellschaftervertrag. Erst nachdem dieser 1950 gekündigt wurde, übernahm der SVE zum 1. Januar 1951 von den SSB den Betrieb des Oberleitungsbusses und wurde gleichzeitig zum kommunalen Eigenbetrieb. Am 1. Juli 1953 wurde, ergänzend zu den beiden Oberleitungsbuslinien, die erste Omnibuslinie eingerichtet. Dies war die Linie 3 in die Gartenstadt Oberesslingen.[1]

Im Rahmen der am 1. Februar 1968[2] gegründeten Esslinger Verkehrs-Gemeinschaft (EVG) besteht zudem – unter Federführung des SVE – ein Verkehrsverbund mit den privaten Verkehrsunternehmen Fischle, Schefenacker und Schlienz. Dieser ist für die Koordinierung des Fahrplans und der Tarife zuständig. Zunächst wurden nur Umsteigefahrscheine angeboten, ab 1979/1980 dann ein echter Gemeinschaftstarif. 1993 löste dann der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) die EVG ab.

Ende Februar 1978 wurde die seit 1926 betriebene Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf, sie besaß außerdem eine Zweigstrecke von Nellingen über Scharnhausen nach Neuhausen, eingestellt und durch Omnibusse ersetzt. Bis Ende 2015 erbrachte der SVE im Auftragsverkehr die Fahrleistungen auf den drei Omnibuslinien 119, 120 und 121 der END Verkehrsgesellschaft.[3] Dafür nahm der SVE seinerzeit seine ersten Gelenkbusse in Betrieb.

Im Jahr 2017 wurde der SVE von der Stadt Esslingen für zehn Jahre mit der Erbringung der Verkehrsleistung des Linienbündels 2 betraut. Von den insgesamt rund drei Millionen Fahrplankilometern erbringt der SVE 63 Prozent selbst. Die verbleibenden 37 Prozent wurden in Form einer Subunternehmerleistung an die private Albert Rexer GmbH & Co KG aus Calw vergeben, die hierfür eigens neue Omnibusse in den Esslinger Stadtfarben beschaffte, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten. Die Ausschreibung ist linienrein erfolgt, so dass der SVE die Linien 101, 102, 103, 105, 111, 113 und 118 und Rexer die Tageslinien 104, 108, 109, 110, 112, 115, 132, 138 sowie die beiden neuen Nachtbuslinien N12 und N13 bedient.

Linien

101 Oberesslingen Lerchenäcker Endstation – Stuttgart-Obertürkheim Bahnhof
102 Zell Alleenstraße – Mettingen Bahnhof
103 Zell Alleenstraße – Stuttgart-Hedelfingen
104 Bahnhof – Deizisau
105 Bahnhof – Am Schönen Rain
108 Bahnhof – Jägerhaus
109 Bahnhof – Rüdern
110 Bahnhof – Wäldenbronn
111 Bahnhof – Neckarhalde
112 Bahnhof – Dulkhäusle (-Jägerhaus)
113 Bahnhof – Berkheim
115 Bahnhof – Zell Berufliches Schulzentrum
118 Bahnhof – Zollberg
132 Oberesslingen – Rüdern
138 Jägerhaus – Berkheim

Fahrzeuge

Oberleitungsbusse verkehren auf den Linien 101, 113 und 118. Dabei werden diejenigen Fahrzeuge mit Batteriehilfsantrieb vornehmlich auf den Linien 113 und 118 eingesetzt, deren Linienwege nicht vollständig mit einer Oberleitung ausgestattet sind. Ziel ist es, in Zukunft alle Linien des SVE im Regelbetrieb auf diese Art vollelektrisch zu bedienen.

Sonstiges

Der SVE ist – aufgrund seiner Organisation als kommunaler Eigenbetrieb – der letzte Verkehrsbetrieb Deutschlands, der Behördenkennzeichen verwendet. Dies betrifft alle vor Abschaffung dieser Art von Kennzeichen, die zum 1. März 2007 erfolgte, zugelassenen Fahrzeuge. Seither werden gewöhnliche Kennzeichen mit der Kombination ES-VE und einer dreistelligen Nummer vergeben.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Liniengeschichte und Netzdaten des SVE auf www.obus-es.de
  2. Geschichtlicher Abriss der EVG
  3. Partner der END auf www.end-verkehr.de (Memento des Originals vom 9. Oktober 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2

Koordinaten: 48° 44′ 0,9″ N, 9° 19′ 18″ O

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