Klaus Fehling

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Spaichingen
Spaichingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Spaichingen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 5′ N, 8° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Tuttlingen
Höhe: 662 m ü. NHN
Fläche: 18,5 km2
Einwohner: 13.084 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 707 Einwohner je km2
Postleitzahl: 78549
Vorwahl: 07424
Kfz-Kennzeichen: TUT
Gemeindeschlüssel: 08 3 27 046
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 19
78549 Spaichingen
Website: www.spaichingen.de
Bürgermeister: Hans Georg Schuhmacher (parteilos)
Lage der Stadt Spaichingen im Landkreis Tuttlingen
Landkreis KonstanzLandkreis RottweilLandkreis SigmaringenSchwarzwald-Baar-KreisZollernalbkreisAldingenBalgheimBärenthalBöttingenBubsheimBuchheimDeilingenDenkingenDürbheimDurchhausenEgesheimEmmingen-LiptingenFridingen an der DonauFrittlingenGeisingenGosheimGunningenHausen ob VerenaImmendingenIrndorfKönigsheimKolbingenMahlstettenMühlheim an der DonauNeuhausen ob EckReichenbach am HeubergRenquishausenRietheim-WeilheimSeitingen-OberflachtSpaichingenTalheim (Landkreis Tuttlingen)TrossingenTuttlingenWehingenWurmlingen (Landkreis Tuttlingen)Karte
Über dieses Bild

Spaichingen ist eine Kleinstadt an der Prim am Fuß des Dreifaltigkeitsberges und die drittgrößte Stadt im Landkreis Tuttlingen.

Stadtgliederung

Zur Stadt Spaichingen gehören der Stadtteil Hofen und die Häuser Bleiche, Dreifaltigkeitskirche, Heusteig und Verenamühle. In Spaichingen aufgegangen ist die 1732 erbaute Kassiersmühle. Im Stadtgebiet liegen die abgegangene Burg Baldenberg und die Wüstungen Steinweiler, Stockingen und Niederhofen, das möglicherweise auch in Spaichingen aufgegangen ist.[2]

Geschichte

Mittelalter

Erstmals wurde Spaichingen im Jahr 791 in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen urkundlich erwähnt. Oberhalb von Spaichingen auf dem heutigen Dreifaltigkeitsberg lag die Burg Baldenberg.

Die Hoheitsrechte in Spaichingen besaßen im Mittelalter die Grafen von Hohenberg. Nach einer Urkunde aus dem Jahre 1381 verkaufte Graf Rudolf III. (gestorben 1389) an Herzog Leopold III. von Habsburg. Spaichingen wurde somit für über 400 Jahre österreichisch und gehörte zum vorderösterreichischen Oberamt Rottenburg und der Obervogtei Oberhohenberg mit Sitz in Fridingen. Wegen seiner strategisch wichtigen Lage musste der Ort Plünderungen und Brandschatzungen bei vielen Truppendurchzügen über sich ergehen lassen. Auch die Pest 1530 traf den Ort und die Umgebung hart[3]. Trotzdem konnte sich Spaichingen zu einem wirtschaftlichen Zentrum entwickeln.

Frühe Neuzeit

1623 hat Spaichingen das Recht erhalten, einen Wochenmarkt und einen Jahrmarkt abzuhalten. Im Verlauf des Dreißigjährigen Kriegs schrumpfte die Zahl der Einwohner auf unter die Hälfte des Vorkriegsstands. Nach diesem immensen Rückschlag wurde Spaichingen ab dem Jahr 1688 Sitz des Obervogts für Oberhohenberg. Seit 1768 existierte am Ort eine Florettspinnerei, später kam auch eine Seidenspinnerei dazu. Im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses kam Spaichingen 1805 zum Kurfürstentum, seit 1806 Königreich Württemberg.

Württembergische Zeit

1806, im Jahr der Gründung des Königreichs Württemberg, wurde Spaichingen Sitz des gleichnamigen Oberamts. Offiziell zur Stadt erhoben wurde Spaichingen aber erst 1828. Am 15. Juli 1869 ging mit der Eröffnung des Abschnitts Rottweil-Tuttlingen der Oberen Neckarbahn der Bahnhof Spaichingen in Betrieb. Damit war die Oberamtsstadt an das Streckennetz der Württembergischen Eisenbahn angeschlossen.

NS-Zeit

Aufgrund einer umfassenden Gebietsreform während der NS-Zeit in Württemberg kam die Stadt Spaichingen nach Auflösung des seit 1934 so genannten Kreises Spaichingen im Jahre 1938 zum neuen Landkreis Tuttlingen.

Von Anfang September 1944 bis zum 18. April 1945 bestand in Spaichingen ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof. Die Waffenfabrik Mauserwerke aus Oberndorf (Neckar) verlegte unter dem Tarnnamen „Metallwerke Spaichingen“ einen Teil ihrer Produktion nach Spaichingen. Hunderte Frauen und Männer wurden nach Deutschland verschleppt und dort, aber auch in Textilbetrieben und bei Bauarbeiten zur Zwangsarbeit gepresst, mindestens 96 kamen ums Leben. An der Bahnstrecke Stuttgart–Hattingen-Singen erinnert seit dem 24. November 1963 ein Mahnmal an die Opfer. Das Mahnmal wurde vo Bildhauer Roland Martin geschaffen.[4]

Das KZ Spaichingen wurde am 18. April 1945 aufgelöst; rund 400 Häftlinge wurden auf einen etwa zehntägigen Marsch in Richtung Allgäu getrieben. Ein ehemaliger Häftling berichtete als Zeuge bei einem Prozess, dass nur etwa die Hälfte der Männer das Ende des Marsches in Füssen erlebte.[5][6]

Nachkriegszeit

1945 wurde die Stadt Teil der Französischen Besatzungszone und erfuhr somit 1947 die Zuordnung zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.

Mit der Kreisreform in Baden-Württemberg wechselte die Stadt Spaichingen 1973 als Teil des Landkreises Tuttlingen vom Regierungsbezirk Südwürttemberg-Hohenzollern zum Regierungsbezirk Freiburg.

Die Stadt wuchs insbesondere seit Ende der 1970er Jahre über den alten Stadtkern, der im hinteren Primtal bis in die Stufenrandbucht liegt, weit hinaus und wurde mit großflächigen Neubauvierteln nach Norden und Nordwesten ausgedehnt.

Am südlichen Rand des Industriegebiets mit alter Tradition entstand ein weitflächiger moderner Industrie- und Gewerbegürtel.

Politik

Kommunalwahl 2019[7]
Wahlbeteiligung: 54,2 % (2014: 51,5 %)
 %
30
20
10
0
19,4 %
22,6 %
13,5 %
16,7 %
8,0 %
19,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   8
   6
   4
   2
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  -2
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  -8
-6,3 %p
-2,0 %p
+0,7 %p
+7,6 %p
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+0,5 %p

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 18 Sitze und wird alle fünf Jahre gewählt. Das Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgender Sitzverteilung:

Partei / Liste Sitze + / –
CDU 4 − 1
GRÜNE 3 + 1
FDP 2 ± 0
SPD 1 − 1
FWG 4 ± 0
PRO Spaichingen 4 + 1

Bürgermeister

Der Bürgermeister wird alle acht Jahre direkt gewählt.

  • 1945–1945: Oscar Hagen (kommissarisch eingesetzt)
  • 1946–1948: Karl Hagen
  • 1948–1964: Ludwig Wahr
  • 1964–1972: Erwin Teufel (* 1939, CDU)
  • 1972–2004: Albert Teufel (* 1941, CDU, Bruder von Erwin Teufel)
  • seit 2004: Hans Georg Schuhmacher (* 1962, urspr. CDU, mittlerweile parteilos)

Verwaltungsgemeinschaft

Spaichingen bildet zusammen mit den Gemeinden Aldingen mit Aixheim, Balgheim, Böttingen, Denkingen, Dürbheim, Frittlingen, Hausen o. V. und Mahlstetten eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft.

Wappen

DEU Spaichingen COA.svg
Blasonierung: „In geteiltem Schild oben von Silber und Rot geteilt, unten in Silber ein unterhalbes (achtspeichiges) schwarzes Rad.“[8]
Wappenbegründung: Die Farben stammen aus dem Wappen der Grafen von Hohenberg, das halbe Rad aus dem Wappen der Oberen Grafschaft Hohenberg.

Das Wappen wurde 1482 durch Herzog Sigismund verliehen und 1490 durch König Maximilian bestätigt.

Städtepartnerschaften

  • Seit 1970 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Sallanches im Departement Hochsavoyen in der Nähe des Mont Blanc. Fester Bestandteil der Städtepartnerschaft mit Sallanches ist von Anfang an der jährlich stattfindende Schüleraustausch des Gymnasiums Spaichingen und seit einigen Jahren auch der Realschule Spaichingen mit zwei Schulen in Sallanches. Auch die Freiwillige Feuerwehr Spaichingen pflegt seit Jahren die aktive Freundschaft zur Partnerfeuerwehr aus Sallanches.[9]
  • Seit 1991 werden jährlich Schüleraustauschbegegnungen zwischen dem deutschen Gymnasium in Mezöbereny (Ungarn) und dem Spaichinger Gymnasium durchgeführt.
  • Seit Öffnung der Grenze zur DDR bestehen Kontakte mit der sächsischen Stadt Regis-Breitingen etwa 40 Kilometer südlich von Leipzig. Regis-Breitingen hatte früher die gleiche Postleitzahl wie Spaichingen (7208).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

Bauwerke

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Dreifaltigkeitsberg (985 m) mit der Wallfahrtskirche der Kirchengemeinde, betreut vom Claretinerorden. (Frühbarock 1673, Hochaltar von Joseph Anton Feuchtmayer). Vom Dreifaltigkeitsberg aus machten in den 1920er Jahren Pioniere des Segelflugs wie z. B. der Prinz von Schaumburg-Lippe, Wolf Hirth und andere zahlreiche Flugversuche. Später verlagerte sich der Flugbetrieb auf die Hochfläche des nahe gelegenen Klippenecks, das heute noch ein Zentrum des Segelflugs in Deutschland ist.

Das im Stil der Neorenaissance 1876 durch den Gewerbeverein und die Handwerkerbank erbaute Gewerbemuseum beherbergt seit 1991 das städtische Museum. Sehenswert in dem denkmalgeschützten Gebäude ist der prachtvolle Festsaal.

Musik

Die Stadtkapelle Spaichingen unter der Leitung von Musikdirektor Thomas Uttenweiler ist ein sinfonisches Höchststufen-Blasorchester. Auftritte in Berlin, Duisburg, Frankreich und Budapest oder bei den Freundschaftsspielen Deutschland gegen Brasilien, sowie im Rundfunk und Fernsehen haben die Stadtkapelle über die Landesgrenzen bekannt gemacht.

Regelmäßige Veranstaltungen

Eine traditionelle Veranstaltung in Spaichingen ist das 50er Fest, hier feiert der jeweilige Geburtsjahrgang der 50-jährigen ein mehrtägiges großes Fest, an dem sich traditionell die Jahrgangsvereine der 60er-, 70er-, 80er- und 90er-Jubilare beteiligen.

Der Ort ist auch bekannt für die im schwäbisch-alemannischen Raum verbreitete Fasnet. Dazu gehört der Fasnetsonntag-Umzug der Narrenzunft Deichelmaus mit vielen Wagen und Fußgruppen zu lokalen Themen und verschiedenen Narrenzünften, die ihr Narrenhäs präsentieren.

Nach der Fasnet wird am Funkensonntag ein Fackellauf mit selbstgebauten Fackeln veranstaltet. Die Fackeln werden unter Beteiligung und mit Unterstützung der Schulen großteils von den Spaichinger Schülerinnen und Schülern gebaut. Die fertig gebauten Fackeln werden zum Harzen abgeholt und am Sonntag auf den Dreifaltigkeitsberg gebracht. Bevor die Fackelläufer unter Aufsicht der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr den Berg hinunter wandern, können sie sich im Pilgersaal des Claretiner-Klosters auf dem Berg aufwärmen und kostenlos Wurst, Wecken und ein Getränk als Verpflegung abholen. Der Lauf führt von der Spitze des Dreifaltigkeitsbergs rund zwei Kilometer die Serpentinen die Straße am Albtraufes hinab zur „Bleiche“ wo das Funkenfeuer aufgebaut ist und die Stroh-Hexe symbolisch verbrannt wird. Die Fackelträger überwinden dabei einen Höhenunterschied von mehr als 200 m. An diesem Tag kann man von Spaichingen aus vier bis sechs weitere Feuer sehen. Bei diesem Brauch sind die seit 1992 bestehenden Spaichinger Funkenhexen sowie die Stadtkapelle vor Ort.

Jährlich findet in der Stadt auf dem Marktplatz Anfang Mai ein Flohmarkt, Anfang November der Martinimarkt und Anfang Dezember der Weihnachtsmarkt statt.

Überregional bekannt ist auch das seit Jahren vom Sportverein Spaichingen 08 jeweils im Juli durchgeführte internationale Jugend-Fußballturnier im Stadion Unterbach.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Spaichingen liegt an der Gäubahn Stuttgart–Singen und ist zweistündlicher Regional-Express-Halt. Darüber hinaus ist Spaichingen an das Ringzug-System angeschlossen, das die Stadt werktags im Stunden-Takt umsteigefrei mit Tuttlingen, Immendingen und Leipferdingen sowie mit Rottweil verbindet. In Rottweil gibt es zweistündlich Anschluss an den Intercity nach Stuttgart, so dass in Verbindung mit dem direkten Regional-Express stündliche Verbindungen von und nach Stuttgart angeboten werden. Neben dem Bahnhof Spaichingen besteht außerdem der Haltepunkt Spaichingen-Mitte im Norden Spaichingens. Bis 1966 war Spaichingen darüber hinaus Ausgangspunkt der Heubergbahn nach Reichenbach am Heuberg und hatte so direkten Bahnanschluss auf den Heuberg. Diese Strecke ist inzwischen aber stillgelegt und abgebaut. Die ehemalige Bahntrasse wurde zu einem Rad- und Wanderweg umgestaltet. Spaichingen ist in den Verkehrsverbund TUTicket eingegliedert.

Die Hauptstraße, die durch Spaichingen führt, ist die Bundesstraße 14. Sie ist über die Bundesautobahn 81 aus Richtung Singen über die Abfahrt Tuningen oder aus Richtung Stuttgart über die Abfahrt Rottweil zu erreichen.

Ansässige Unternehmen

In Spaichingen ist seit 1819 die Firma Carl Sauter Pianofortemanufaktur ansässig, ein international renommierter Hersteller von Klavieren und Flügeln.

Medien

Der in Spaichingen verbreitete Heuberger Bote ist ein Kopfblatt der Schwäbischen Zeitung. Der Schwarzwälder Bote unterhielt lange Zeit eine Lokalredaktion in Spaichingen. Neben der Tageszeitung konnten sich die Bürger bis 2008 auch aus dem unabhängigen lokalen Magazin Cocktails über das Zeitgeschehen in der Stadt und der Umgebung informieren. Außerdem erscheint alle 3 Monate das unabhängige Magazin Blickpunkt, sowie wöchentlich das Amtsblatt Stadtspiegel.

Gericht, Behörden und Einrichtungen

Spaichingen verfügt über zwei Notariate, ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Rottweil und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört.

Die Stadt war bis 2006 Sitz des Dekanats Spaichingen der Diözese Rottenburg-Stuttgart, das im neuen Dekanat Tuttlingen-Spaichingen aufgegangen ist.

Bildung

In Spaichingen gibt es fünf Kindergärten: einen städtischen, drei katholische (St. Franziskus, St. Michael, St. Raphael) und einen evangelischen.

Neben zwei Grund- und Hauptschulen, der Schillerschule und der katholischen Rupert-Mayer-Schule (Grund-, Haupt-, Werkreal-, und Realschule), gibt es eine Realschule und ein Gymnasium. Die gewerbliche, kaufmännische und hauswirtschaftliche Berufsschule mit Fachschulen trägt seit dem 16. Juli 2008 den Namen Erwin-Teufel-Schule. Sie wird von Schulleiter Thomas Löffler geleitet und befindet sich seit dem Jahr 2005 in der Alleenstraße.

Die Volkshochschule für Stadt und Kreis Tuttlingen unterhält eine Außenstelle in Spaichingen. Spaichingen verfügt mit der Primtalmusikschule über eine eigenständige Musikschule, die Musikschule Trossingen unterhält zudem eine Außenstelle in Spaichingen.

Gesundheitsversorgung

Ein erstes Krankenhaus gab es in Spaichingen bereits vor dem Neubau des Bezirkskrankenhauses Spaichingen, das in den Jahren 1876–1878 mit einer Kapazität von 18 Betten in zwölf Zimmern errichtet wurde.[10] Ein Umbau im Jahre 1908 brachte eine Kapazitätsausweitung auf 30 Betten. Im Jahr 1925 beschloss die Oberamtsversammlung Spaichingen, einen Neubau mit verdoppelter Bettenzahl zu bauen, was jedoch vom württembergischen Innenministerium abgelehnt wurde. Stattdessen wurde das bestehende Haus umgebaut und auf 60 Betten vergrößert. Der den Anforderungen eines modernen Krankenhauses nicht mehr gewachsene Altbau wurde 1967 durch einen, bereits 1974 erweiterten, Neubau ersetzt. Zum 1. Januar 2005 erfolgte die Zusammenlegung der beiden bis dahin eigenständigen Kreiskliniken Spaichingen und Tuttlingen zu einem gemeinsamen Klinikum mit zwei Standorten unter dem Namen Klinikum Landkreis Tuttlingen. Heute befinden sich am Klinikum Spaichingen Kliniken für Allgemeinchirurgie und Orthopädie, für Plastische-, Ästhetische-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, für Anästhesie- und Intensivmedizin, eine Medizinische Klinik sowie eine HNO-Klinik als Belegabteilung. Daneben gibt es eine diabetologische sowie eine psychiatrische Tagesklinik.[11]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Michael Munz, Stadtpfarrer
  • Oscar Hagen (1895–1996), Politiker und Unternehmer
  • Franz Schuhmacher (* 1939), Politiker und Unternehmer
  • Albert Teufel (* 1941), ehemaliger Bürgermeister
  • Erwin Teufel (* 1939), ehemaliger Bürgermeister und von 1991 bis 2005 baden-württembergischer Ministerpräsident

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Jochen Kastilan, Das Konzentrationslager in Spaichingen, in: Spaichinger Stadtchronik, Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen, 1990 (ein Nebenlager des KZ Natzweiler-Struthof)
  • Karl-Heinz Reiser: Spaichingen. Bilder des vergangenen Jahrhunderts. Sutton Verlag, Erfurt 2006, ISBN 978-3-86680-064-9

Weblinks

 Commons: Spaichingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Spaichingen – in der Beschreibung des Oberamts Spaichingen von 1876

Fußnoten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 653–654
  3. Andreas Lettsch: Abschrift: G. Boll: Chronik des Andreas Lettsch v. 1519—1531. S. 25. Abgerufen am 14. Februar 2019.
  4. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 84
  5. spaichingen.de
  6. siehe auch www.kz-gedenken-spaichingen.de
  7. Wahlergebnis Gemeinderat Spaichingen 2019, abgerufen am 4. September 2019
  8. Stadler, K., 1964–1971; John and Heine, 1989
  9. Sallancher Feuerwehrleute zu Gast in Spaichingen. Stadt Spaichingen, abgerufen am 30. April 2016.
  10. s:Beschreibung des Oberamts Spaichingen/Kapitel A 6#A6 2
  11. http://www.klinikum-tut.de/de/ueber-uns/geschichte-spaichingen/index.html
  12. Spaichinger Heimatbrief 2009 (PDF)
  13. www.kirchengemeinde-spaichingen.de (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2
  14. Die Märtyrer von Tokwon, Pater Gregor (Ludwig Paul-Friedrich) Sorger – (Missionsbenediktiner)
  15. Vita – Raphael Haeger • Dirigent. Abgerufen am 14. Oktober 2018.
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