Klaus Fehling

Dobelbach
Oberläufe: Heiligenbach, Sperbersbach
Daten
Gewässerkennzahl DE: 2386592
Lage Hohenloher und Haller Ebene

Kocher-Jagst-Ebenen


Baden-Württemberg

Flusssystem Rhein
Abfluss über Kocher → Neckar → Rhein → Nordsee
Zusammenfluss aus linkem Heiligenbach und rechtem Sperbersbach am Nordwestrand von Untermünkheim
49° 9′ 26″ N, 9° 43′ 32″ O
Quellhöhe 288,3 m ü. NN[1]
Mündung in Untermünkheim unterhalb der B 19-Flussbrücke von links und Nordwesten in den KocherKoordinaten: 49° 9′ 6″ N, 9° 44′ 11″ O
49° 9′ 6″ N, 9° 44′ 11″ O
Mündungshöhe 256,4 m ü. NN[1]
Höhenunterschied 31,9 m
Sohlgefälle 5,8 ‰
Länge 5,5 km[2] ab Q. d. Sperbersbachs
1,1 km[2] ab Zsfl.
Einzugsgebiet 7,843 km²[3]
Linke Nebenflüsse linker Quellbach: Heiligenbach
Rechte Nebenflüsse rechter Quellbach: Sperbersbach
Mittelstädte nur EZG: Schwäbisch Hall
Kleinstädte nur EZG-Schnipsel: Waldenburg
Gemeinden Untermünkheim
nur EZG-Schnipsel: Braunsbach

Der Dobelbach ist ein auf dem Namensabschnitt nur 1,1 km, mit dem längsten Oberlauf 5,5 km langer Bach im nördlichen Baden-Württemberg, der in Untermünkheim im Landkreis Schwäbisch Hall von links und Nordwesten in den mittleren Kocher mündet.

Geographie

Verlauf

Der Dobelbach entsteht in seiner tiefen, von der B 19 für den Abstieg von der Hohenloher Ebene südlich von Kupferzell ins Kochertal genutzten Muschelkalk-Klinge etwa 300 Meter vor dem Ortsrand von Untermünkheim aus dem Zusammenfluss des einzugsgebietsreicheren linken Quellbachs Heiligenbach und des längeren rechten Quellbachs Sperbersbach. Er fließt von der Bundesstraße begleitet, abschnittsweise in offenem Lauf, dabei teils in einem gemauerten Trog, südöstlich durch das in seinem Mündungstrichter liegende Dorf und mündet gut 30 Meter unter seinem Ursprung nach 1,1 km Lauf etwa 150 Meter abwärts der Flussbrücke der Bundesstraße von links in den mittleren Kocher.

Einzugsgebiet

Der Dobelbach entwässert etwa 7,8 km² vor allem auf der südlichen Kupferzeller Ebene. Sein Einzugsgebiet erstreckt sich am längsten, nämlich etwa 6,6 km weit, vom Osten der Waldenburger Berge im Westen, unter dem der Sperbersbach entsteht, bis etwa zur Autobahnbrücke der Straße von Braunsbach-Herdtlingshagen nach Untermünkheim-Gaisdorf im Nordosten, nahe der die Quelle des Heiligenbachs liegt. Quer dazu und also in Fließrichtung des kurzen Unterlaufs ist es nur etwa 2,5 km breit. Der höchste Punkt liegt auf dem Alten Hau am Trauf der Waldenburger Berge auf etwas über 510 m ü. NHN.

Zuflüsse

Zusammenfluss des Dobelbachs auf 288,3 m ü. NN[1] etwa 300 Meter westlich des Ortsrandes von Untermünkheim.

  • Heiligenbach, linker Quellbach, 3,7 km[2] und ca. 4,2 km².[4] Teilt mit dem Dobelbach die Fließgewässerkennzahl.[5] Entsteht an der K 2565 von Braunsbach-Herdtlingshagen nach Untermünkheim-Gaisdorf auf etwa 430 m ü. NHN[6] und läuft bis fast zuletzt südwestlich.
  • Sperbersbach, rechter Quellbach, 4,4 km[2] und ca. 2,7 km².[4] Entsteht am Waldhang vom Kreuzstein hinunter zu den Schwäbisch Hall-Gottwollshausener Auwiesen auf etwa 440 m ü. NHN[6] und läuft dauerhaft östlich.

Mündung des Dobelbachs auf 256,4 m ü. NN[1] am Ostrand von Untermünkheim von links und Nordwesten in den Kocher.

Geologie

Der Namenslauf des Dobelbachs beginnt und endet im Mittleren Muschelkalk. Der höher entspringende rechte Oberlauf Sperbersbach entsteht an einem Gipskeuperhang (Grabfeld-Formation) der Keuperstufe im Westen und durchläuft dann nacheinander den Lettenkeuper (Erfurt-Formation) und den Oberen Muschelkalk ab seinem Klingeneintritt bei Wittighausen, bis er erst kurz vor dem Zusammenfluss den Mittleren Muschelkalk erreicht. Der Heiligenbach entsteht in einer quartären Lösssedimentauflage des Lettenkeupers, in dem er dann zu größten Teil läuft, erreicht ebenfalls an seinem Klingeneintritt den Oberen und erst kurz vor dem Zusammenfluss den Mittleren Muschelkalk.

Der Dorfkern Untermünkheims ist auf dem Mündungsfächer des Dobelbachs erbaut, ähnlich wie viele der gerne an Seitentalmündungen gegründeten Siedlungen am mittleren Kocher, etwa die benachbarten Gelbingen, Enslingen, Braunsbach. Die Lage über der Aue des Flusses schützt vor Überschwemmungen des Kochers.[7]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b c d Höheneintrag in Schwarz auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte auf: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  2. a b c d Länge nach Layer Gewässernetz (AWGN) auf: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  3. Einzugsgebiet nach Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) auf: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  4. a b Einzugsgebiet abgemessen mithilfe des Layers Basiseinzugsgebiet (AWGN) auf: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  5. Hauptstrang und Fließgewässerkennzahl nach Layer Gewässernetz (AWGN) auf: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  6. a b Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte auf: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  7. Geologie überwiegend nach der im Abschnitt Literatur angegebenen geologischen Karte; für den Quellbereich des Heiligenbachs nach: Mapserver des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) (Hinweise).

Literatur

  • Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, als Einzelblatt Nr. 6824 Schwäbisch Hall
  • Geologische Karte des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald 1:50.000, herausgegeben vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg, Freiburg i. Br. 2001.

Weblinks

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